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Spurensuche in der Aktualitätenvitrine

In der Aktualitätenvitrine sind insgesamt 16 Tierspuren enthalten.

  1. Häuschen von Hain-Bänderschnecken (Cepaea nemoralis). Die Überreste der Schneckenhäuschen liegen neben einer sogenannten «Schmiede». Diese wird von Singdrosseln (Turdus philomelos) zum Aufbrechen von Schneckenhäusern genutzt.
  2. Feder eines Eichelhähers (Garrulus glandarius). Einzelne Federn deuten darauf hin, dass ein Vogel die Feder während des normalen Federwechsels (der «Mauser») verloren hat.
  3. Federn einer Waldschnepfe (Scolopax rusticola). Viele Federn auf einem Haufen lassen vermuten, dass der Vogel erbeutet und gerupft wurde. Als Jäger kommen Habichte Astur gentilis oder Sperber Accipiter nisus in Frage.
  4. Unterkiefer- und Oberarmknochen eines Eichhörnchens (Sciurus vulgaris). Diese Knochenspuren deuten ebenfalls auf einen Habicht Astur gentilis als Jäger hin.
  5. Kothaufen eines Fuchses (Vulpes vulpes). Der Fuchs setzt seinen Kot zur Reviermarkierung gerne gut sichtbar ab – wie hier auf einem Ast.
  6. Der Kot eines Rehs (Capreolus capreolus). Je nach Nahrung und Gesundheitszustand des Tieres variiert der Rehkot von harten Böhnchen bis zu verklebten Haufen. Der bei Rehen besonders beliebte frische Bärlauch sorgt oft für Durchfall.
  7. Gewölle eines Waldkauzes (Strix aluco). Die ausgewürgten Gewölle enthalten nicht verdaubare Teile von Beutetieren wie Knochen, Zähne, Haare oder Federn und geben Aufschluss über die gefressenen Arten.
  8. Geweih eines Rothirsches (Cervus elaphus). Die Frassspuren deuten auf Nagetiere hin, welche sich durch das Abfressen von Geweihen wichtige Nährstoffe zuführen.
  9. Eichelreste von Nagetieren. Mäuse ziehen sich für den Verzehr von Nüssen gerne an einen geschützten Ort zurück. Diese Eichelreste verraten ein beliebtes Mäuseversteck.
  10. Wegmarkierung von Menschen (Homo sapiens). Das Wanderwegschild deutet auf menschliche Pfade hin, auch sie huschen hier gelegentlich vorbei.
  11. Leere Eierschale einer Ringeltaube (Columba palumbus). Sind keine Dotterreste erkennbar, ist der Jungvogel wahrscheinlich geschlüpft. Bei vorhandenen Dotteresten wurde das Ei vermutlich von einem anderen Tier gefressen.
  12. Schwanzfeder einer Ringeltaube (Columba palumbus). Einzelne Federn deuten darauf hin, dass ein Vogel die Feder während des normalen Federwechsels (der «Mauser») verloren hat.
  13. Alte Bruthöhle eines Buntspechtes (Dendrocopos major). Wie alle Spechtarten zimmert er seine Bruthöhlen jedes Jahr neu. Diese werden später von Meisen und Siebenschläfern gerne für die Jungenaufzucht genutzt oder bieten Fledermäusen ein Winterquartier.
  14. Häuschen einer verendeten Weinbergschnecke (Helix pomatia). Sie ist in der Schweiz die grösste Gehäuseschnecke und steht in den meisten Kantonen unter Schutz.
  15. Trittsiegel eines Dachses (Meles meles). Im Schlamm ist die typische Trittspur dieses Sohlengängers mit 5 Zehenabdrücken gut erkennbar. Insbesondere beim Vorderfuss zeigen sich deutliche Krallenabrücke.
Naturmuseum St.Gallen
Rorschacher Strasse 263
CH-9016 St.Gallen
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Eintrittspreise

CHF 12.– Erwachsene
CHF 10.– Gruppen ab 8 Personen sowie AHV/IV-Berechtigte mit Ausweis
CHF 6.– Auszubildende und Studierende

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr.
Mittwoch bis 20 Uhr

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