
Sei es bei einem Spaziergang im Park, einer Wanderung in den Bergen, bei einem Waldmorgen im Kindergarten oder einer Forschungsaufgabe in der Oberstufe: Draussen können spannende Entdeckungen gemacht werden. Bei einigen Funden lohnt es sich, genauer hinzuschauen und den Fund ins Museum zu bringen. Mit verschiedenen partizipativen Projekten können Privatpersonen und Schulklassen zur Vervollständigung der Sammlung des Naturmuseums beitragen. Die Sammlung des Naturmuseums beinhaltet das naturhistorische Erbe der Region. Um dieses Naturarchiv auch für kommende Generationen aktuell zu halten, ist es wichtig, dass auch die heutige Natur darin abgebildet ist. Ihre Funde können somit eine wertvolle Ergänzung der Sammlung sein.
Fragen oder Anregungen: schulen@naturmuseumsg.ch
Erstellen Sie mit Ihren Schüler:innen ein Herbar?
Die schönsten, artenreichsten Herbarien pro Klasse dürfen gerne dem Naturmuseum St. Gallen übergeben werden. Sie werden dann Teil der botanischen Sammlungen. So tragen Sie dazu bei, dass die Verbreitung der heute vorkommenden Arten auch mehreren Generationen nach uns noch bekannt sein wird. Solche Belege können wichtige Grundlagen für den Naturschutz sein.
1. Pflanzen sammeln
2. Pflanzen pressen nach Anleitung
3. Etikett ausfüllen: siehe Muster Herbarbeleg (PDF Download)
Auskunft und Unterstützung: Monika Orler, Kuratorin Botanik, monika.orler@naturmuseumsg.ch
Helfen Sie uns, die Welt der kleinen Säugetiere zu erforschen. Haben Sie eine tote Maus gefunden oder hat Ihre Katze eine mitgebracht? Dann verpacken Sie die Maus in einen Plastiksack und legen Sie eine Notiz mit Ihrem Namen, Funddatum und Fundort dazu. Sie können die Maus im Naturmuseum St.Gallen abgeben. Oder machen Sie ein Foto der Maus und schicken Sie das Bild mit Angaben zum Fundort und dem Datum per E-Mail an uns.
In der Schweiz kommen 100 wildlebende Säugetierarten vor. Während die jagdbaren Arten wie Reh, Fuchs und Wildschein relativ gut untersucht sind, klaffen grosse Lücken in unserem Wissen über die Kleinsäugetiere. Die Verbreitungsgebiete der Mäuse und Spitzmäuse sind oft nur ansatzweise bekannt. Dabei sind diese Arten essenzielle Glieder in den Nahrungsnetzten und machen rund einen Drittel der einheimischen Säugetierfauna aus. Um diese Wissenslücken zu schliessen sind wir auf Funde von Kleinsäugern aus der Bevölkerung angewiesen.
Haben Sie auf dem Gebiet des Kantons St.Gallen ein natürliches Objekt gefunden, das von wissenschaftlicher Bedeutung sein könnte? Gerne schauen wir uns Ihren Fund zur Beurteilung der wissenschaftlichen Bedeutung an oder gehen Ihren Hinweisen nach.
Bitte kontaktieren Sie uns unter naturkoerper@naturmuseumsg.ch.
Haben Sie auf dem Gebiet des Kantons St. Gallen ein natürliches Objekt gefunden, das von wissenschaftlicher Bedeutung sein könnte? Natürliche Objekte von wissenschaftlicher Bedeutung – sogenannte Naturkörper – gehören in der Schweiz gemäss nationaler Gesetzgebung stets dem Kanton, auf dessen Gebiet sie gefunden wurden. Das können zum Beispiel Fossilien, Spurenfossilien, Meteoriten oder aussergewöhnliche Kristalle sein, aber auch seltene Tiere, Pilze und Pflanzen.
Das zuständige Amt für Kultur des Kantons St.Gallen hat das Naturmuseum St.Gallen beauftragt, eine Fach- und Meldestelle fürNaturkörpern zu betreiben. Diese Stelle geht Hinweisen aus der Bevölkerung zu neu entdeckten Naturkörpern nach und erarbeitet ein umfassendes Inventar aller bereits bekannten Naturkörper des Kantons. Das Naturmuseum sorgt mit seiner Fachexpertise ausserdem für die fachgerechte Bergung, Aufbewahrung, Erhaltung, wissenschaftliche Bearbeitung und Vermittlung der kantonalen Naturkörper.
Gerne schauen wir uns Ihren Fund an oder gehen Ihren Hinweisen nach.
Mach mit bei der Spurensuche nach der Haselmaus.
Die typischen Nagespuren an Haselnüssen verraten die Anwesenheit der gefährdeten Haselmaus – hilf mit, ihre Frassspuren zu finden und damit mehr über ihre Verbreitung zu erfahren.
Dieses Projekt findet im Rahmen der Sonderausstellung «Spuren – Fährten, Frass und Federn» statt, die vom 16. Mai bis 20. September im Naturmuseum St.Gallen zu sehen ist.
Wo versteckt sich die Haselmaus?
Hast du schon einmal eine Haselmaus zu Gesicht bekommen? Falls ja, gehörst du zu den wenigen Glücklichen! Die kleine Schwester des Siebenschläfers klettert bei Nacht durchs Geäst von Bäumen und Sträuchern. Sie verschläft nicht nur die ganzen Tage, sondern auch noch den ganzen Winter, weshalb wir ihr selten begegnen und viel zu wenig über ihre Verbreitung wissen. Damit die Haselmaus den Winter ohne Nahrung verschlafen kann, muss sie sich im Herbst ganz viel Fett anfressen. Deshalb ist sie total verrückt nach den energiereichen Haselnüssen. Glücklicherweise nagt sie beim Nüsseknacken ein ganz charakteristisches Sonnenmuster in die Nussschale und verrät uns somit, wo sie wohnt.
So findest du Haselmaus-Spuren:
1. Geeigneten Lebensraum ausfindig machen
Haselmäuse lieben dichte Gebüsche an Waldrändern oder Hecken in Waldnähe.
2. Haselsträucher suchen
Diese haben meist mehrere Stämme mit glatter, hellgrauer Rinde und grün gezähnte, pelzige Blätter. Nicht jeder Strauch trägt jährlich Nüsse.
3. Nüsse sammeln
Suche unter dem Haselstrauch so viele Nüsse mit Frassspuren wie möglich, um eine Haselmaus-Präsenz nachzuweisen.
4. Frassspuren untersuchen
Vergleiche die Frassspuren deiner gesammelten Nüsse mit der untenstehenden Bestimmungsgrafik. Haselmäuse nagen ein Loch in die Nuss und schneiden mit den Zähnen eine glatte Kante. Das wiederholte Einhaken ihrer Schneidezähne hinterlässt ein Sonnenmuster.
5. Fund melden
Findest du Nüsse, die nach Haselmaus-Knabberei aussehen, notiere den Fundort und bringe sie zur Abgabestation ins Naturmuseum St.Gallen.
Tipp: Oft frisst die Haselmaus die Nüsse direkt am Strauch. Die leeren Schalen können noch eine Weile hängen bleiben, bevor sie zu Boden fallen und braun werden.
Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr.
Mittwoch bis 20 Uhr